Buttelstedt : Ortsteile / Weiden

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Osterfeuer

(15.04.2017) Osterfeuer im Gutspark zu Buttelstedt mehr

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Ortsteile

Weiden

kirche_weidenIm Nordosten des Landkreises Weimar, 1 km von Buttelstedt entfernt, erstreckt sich die kleine Gemarkung Weiden. Erstmals wurde sie 1351 in einer Urkunde des Erfurter Domstiftes erwähnt. Im Mittelalter gehörte "Wyden" zum grundherrlichen Besitz des Klosters Pforte und des Zisterzienserinnenklosters St. Mariengarten in Erfurt, später zum Rittergut Schwerstedt. Über Jahrhunderte konnte sich hier ein zum größten Teil unverändert gebliebenes Ortsbild erhalten. Im Niederungsbereich des vom Osten kommenden Roßbachs und seiner Einmündung in die Scherkonde (keltisch - die Lärmende) entstand ein doppeltes Sackgassendorf. Urkundlich erwähnt wurde 1349/50 eine Mühle, die jedoch heute nicht mehr vorhanden ist. Über beiden Ortsteilen erhebt sich auf dem Bergrücken die St. Cyriacus Kirche. Vor der Entstehung dieser Kirche diente die Anhöhe als Abschnittsbefestigung und wurde vom 9. bis 11. Jahrhundert zu einer Art Fluchtburg ausgebaut. Reste der ehemaligen Befestigungsanlage, bestehend aus Palisadenring, zwei Wällen, Graben und Hecken sind heute noch erkennbar. Das Kirchengebäude ist ein bescheidener spätgotischer Bau. An der Nordseite sind Inschriften mit Namenszügen aus dem 17. Jahrhundert. Bis 1975 wurde das Gotteshaus für kirchliche Feierlichkeiten genutzt. Als Sprengel des Buttelstedter Pfarrbereiches wurden nur die notwendigsten Erhaltungsmaßnahmen finanziert. Seit 1975 ist die Kirche geschlossen und war dem zunehmenden Verfall ausgesetzt. Um diese geistige Stätte in Thüringer Ländlichkeit neu zu beleben und ihre Bausubstanz zu restaurieren, wurde 1990 von den Ortsbewohnern ein Verein "Zur Erhaltung der Kirche und des Kirchberges von Weiden" gegründet. Inzwischen wurden erste Baumaßnahmen vorgenommen. Die sich innerhalb des Weichbildes von Weiden vereinigenden Grünzüge der Scherkonde, des Roßbaches und des Peitschentales, betonen die Topographie des Ortes und bilden mit den Gehöften eine Dorfanlage von unverwechselbarer Gestalt, die einmalig in Thüringen ist und deshalb wert war, unter Denkmalschutz gestellt zu werden. In diesem idyllischen Ort leben heute 79 Bürger.